Eric Pfeil – Die Liebe, der Tod, die Stadt, der Fluss

TRIKONT US-0469 – erscheint am 29.05.2015

„..Was den gelassenen Wortwitz angeht, so ist Pfeil sicherlich konkurrenzlos.. Wer „Der depressive Detektiv“ im Ohr hat, wird nie mehr ein böses Wort über den deutschen Pop verlieren..“ Abendzeitung München

Eines Tages kam der Teufel zu Eric Pfeil.
Es war nicht das erste Mal, er war schon einmal dagewesen, als Eric gerade sechs Jahre alt war. Damals hatte Eric einen Dartpfeil ins Auge bekommen.
„Ich sorge dafür, dass du weiter sehen kannst“, hatte der Teufel damals gesagt.
„Allerdings musst du dich fortan Eric Pfeil nennen.“
„Aber ich heiße doch schon Eric Pfeil“, hatte der Verwundete geantwortet.
„Verdammt“, zischte der Teufel nur und verschwand.
Nur sein Geruch blieb noch ein paar Wochen im Haus hängen.
Jetzt war er also wieder da.
„Was willst du?“, fragte der Sänger, der gerade seine Kieselsteinsammlung sortierte.
„Dir einen Vorschlag machen. Ich will, dass du ein düsteres Konzeptalbum aufnimmst – oder besser: Ich will, dass du ein düsteres Indie-Liedermacher-Konzept-Album aufnimmst und dir damit die Karriere ruinierst. In der Folge musst du jahrelang nur mit deiner Akustikgitarre übers Land ziehen und den Menschen die Lieder vorsingen.“
„Aha. Was kriege ich dafür?“
„Hm, mal überlegen. Ein Auto vielleicht?“
„Auto ist super. Meins ist rot und klein und fällt auseinander und ist für meine Tourneen denkbar ungeeignet.“
Der Teufel rieb sich die Hände. „Gut. Also?“
„Die ganze Sache trifft sich tatsächlich gut“, sagte Eric Pfeil. „Ich habe nämlich gerade schon ein düsteres Indie-Liedermacher-Konzept-Album aufgenommen.“
„Ach, was. Du verwendest sogar das blöde Liedermacher-Wort?“ Der Teufel strahlte jetzt beinahe. „Worum geht’s?“
„Na ja, es ist wirklich ein ziemlich düsteres Album, weißt du. Das letzte Jahr war eine ziemliche Katastrophe. Um mich rum sind die Leute nur so umgefallen. Die Platte soll „Die Liebe, der Tod, die Stadt, der Fluss“ heißen, denn genau darum geht es. Also, es geht auch noch um mehr: um depressive Detektive, um Erinnerungshotels, um verschollene Schauspielerinnen, um Menschen aus Schaum …“
„Halt!“, unterbrach der Teufel ungeduldig. „Wie klingt die Platte denn?”
„Na ja, oft wie ein Italo-Western, bei dem ständig so ein angeschossener Troubadour ins Bild gelaufen kommt. Manchmal auch anders. Wie Hannes Wader auf Mescalin vielleicht …“
„Lass mal hören.“
Und der Teufel hörte. Er hörte mehrfach. Er nickte. Er wippte mit. Manchmal grinste er. Immer wieder verengten sich seine Augen zu schmalen Schlitzen. Eric Pfeil wusste nicht zu deuten, ob aus Freude oder Missfallen. Nach drei Durchläufen wurde es dem Sänger zu fad.
„Und?“, fragte Eric Pfeil.
„So hab ich’s mir vorgestellt. Genau so. Aber die Sache hat einen Haken: Es sollte meine Idee sein. Nicht deine. Ich wollte dir nach Leibeskräften die Karriere vermasseln, aber das hast du ja jetzt schon selbst erledigt.“
Eric Pfeil sah enttäuscht aus. „Und das Auto?“
„Nichts da. Du kannst dein dämliches rotes Mädchen-Auto behalten.“
… Was jetzt nun auch der Grund ist, warum Eric Pfeil in diesem Jahr mit dem kleinsten Tourbus Deutschlands auf Ein-Mann-Konzertreise geht. Oft genug ist es ja andersrum, aber manchmal haben die scheinbar banalsten Sachen die wildesten Erklärungen.

 GANZE ARTIKEL – AUF BILD KLICKEN:

 

 

ERIC PFEIL – PRESSEZITATE
“DIE LIEBE. DER TOD. DIE STADT. DER FLUSS.”

„Mit „Der depressive Detektiv“ beschert uns Eric Pfeil den potenziellen Sommerhit 2015.“ZITTY.

„..wirklich toll.  “.. Rolling Stone.

„..Ein existenzielles Fest. “ Domradio

“Schönes, schiefes Leben… es beginnt zwischen den Tönen die Luft zu schwingen… diese Pfeil-Texte sind gerade so aus der Spur gehüpft, dass sie noch auf traurig schöne Weise davon erzählen können, dass auch das Leben in vielen Phasen aus der Spur hüpft. Die Musik fühlt sich sehr leicht an. Als müsse man keine Angst haben.” Süddeutsche Zeitung

„Dass der Mann schreiben kann, weiß man seit seinen Pop-Tagebüchern; dass er auch tolle Songs draufhat, sollte man sich merken. ..inszeniert Eric Pfeil einen düsteren Liederreigen.. er hat einen Kosmos geschaffen, in dessen Zentrum er als Erzähler mit der Gitarre vor einem heruntergekommenen Saloon auf der Veranda sitzt, mit dem Teufel Whiskey trinkt und betrachtet, wie alles um ihn herum den Bach runtergeht. All diese wunderbar pointierten Texte über ein seltsam machtloses Leben zwischen Liebe (verloren), Tod (zwangsläufig), Stadt (Gefängnis) und Fluss (eigentlich ein Bach) singt er zu sehr organisch gehaltenen Arrangements. Diese Naturbelassenheit die zwischen Country und Liedermacher-Pop hin und her schlingern, steht des Songs vorzüglich. Schönes musikalisches Kopfkino.“ Intro

„Diese Platte will erschlossen werden, und wenn man sich darauf einlässt, entdeckt man Formulierungen, Gedanken und musikalische Einfälle, die einen fortan treu begleiten und beschäftigen werden. (…) Und so stürzt Pfeil seine Hörer mit dem betörend traurigen „Ein böser Fall von August“ in ein Meer der Melancholie, zieht ihnen mit dem hinterhältigen Folksong „Clarissa unten am Fluss“ den Boden unter den Füßen weg und wird herzzerreißend, wenn er im wunderschönen „Ich schrieb mal ein Lied, das hieß ,Ich liebe dich’“ Harald „Sack“ Ziegler eine geradezu weihnachtliche Melodie auf dem Horn spielen lässt. (…) Ja, man sollte sich das anhören.“ Kölner Stadtanzeiger

“Wir sagen: Ein beeindruckendes Album mit detailverliebten Stimmungsbildern, starken Melodien und einer gelassenen Haltung zur Welt.“  Bayern 2

„..Was den gelassenen Wortwitz angeht, so ist Pfeil sicherlich konkurrenzlos.. Wer „Der depressive Detektiv“ im Ohr hat, wird nie mehr ein böses Wort über den deutschen Pop verlieren..“ Abendzeitung München

„..Nonchalant, witzig, unverkrampft, lakonisch – aber auch mal dunkel und dramatisch..überwiegend schlank und folky instrumentiert..“Ein böser Fall von August“ ein Song der das Beste im Schaffen von Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen vereint..“ Glitterhouse

“Schon früh hat er verstanden, dass Rührseliges mit einer Prise Humor noch rührseliger wird. Und: Etwas mit Schönheitsfehlern ist dem Perfekten immer vorzuziehen, denn nichts ist langweiliger und seelenleerer als ständig alles richtig zu machen. “Der depressive Detektiv” steht dabei exemplarisch für die Erzählform, die Nebensächlichkeiten, für Absurditäten und ist auf Irrwitziges fokussiert. (…) “Clarissa unten am Fluss” handelt vom Rauchen eines Nichtrauchers am Fluss, der eigentlich ein Bach ist, weil Clarissa mal wieder auf sich warten lässt. Nebensätze sind für Pfeil wichtiger als Hauptsätze, weil alles, was geschieht, sowieso polymorph ist.”  Plattentests

„Pfeil schafft es aktuell wie kein zweiter deutschsprachiger Barde, scheinbar banale Ereignisse in absurde Kostüme zu packen. Das Album vereint die stärksten Waffen des „Hannes Wader auf Mescalin“ (Eigenauskunft): Wortwitz, Präzision und scharfen Verstand, getragen von einer wohltuend sanften Stimme. Das muss man unbedingt mehrmals hören, es wächst und wächst.“ Stadt Revue

„Mitten in die Zeit der vielleicht tiefsten Textkrise deutscher Popmusik platziert Eric Pfeil sein zweites Album. Der Titel klingt wie der eines Peter Greenaway-Films aus den 90er Jahren. “Die Liebe, der Tod, die Stadt, der Fluß” ist eine Platte eines erwachsenen Mannes, der weiss was er tut. Während der Mainstream-Pop glaubt, er sei emotional, wenn er nur laut genug wimmert, zeigt ein Mann jenseits der 40 was es braucht um authentisch zu sein ohne pathetisch zu werden. Das Album, das Eric Pfeil selbst für ein Konzeptalbum über den Tod hält, ist schlau und sensibel, vielschichtig und steckt voller Zitate – ohne dadurch nach Diskurspop zu klingen.“ Footage Magazin

„.. das Publikum in der gut gefüllten ‘Südstadt’ war sehr angetan vom lakonisch-nachdenklichen Vortrag des Rheinländers, der seine an sich schon originell-pointierten Songtexte und sein exzellentes Gitarrenspiel mit launigen Anmoderationen garnierte und im Verlauf des Abends unter anderem dem Dahinscheiden, an diesem Abend im Speziellen dem von Harry Rowohlt, lausigen Herwig-Mitteregger-Platten und den Eskapaden des ehemaligen Who-Drummers Keith Moons im Zusammenhang mit dem in die Rockgeschichte eingegangenen “Flint Holiday Inn Incident” gedachte. Mit den Schlagzeugern hat er’s irgendwie, der Herr Pfeil…“  gerhardemmerkunst

„So wird zum Beispiel „Himmelwärts“ zu einer easy groovenden Betrachtung von Vergänglichkeit und Alter. Versehen mit einer Melodie, die einen schon nach dem ersten Hören nicht mehr verlässt. Weitere Referenzen an diese Thematiken stecken eigentlich mehr im Detail seiner surreal phantastischen Stories um depressive Detektive, vergessene B-Movie Schauspielerinnen und „Menschen aus Schaum“. (…) In seiner Art zu texten macht Eric Pfeil etwas im deutschsprachigen Pop eigentlich eher Ungewöhnliches. Es geht ihm nicht um stringent erzählte Geschichten oder Beschreibungen von Gemütszuständen. Vielmehr reißt er immer wieder Assoziationen an, die den Song zu einem wundersamen Stimmungsbild werden lassen. Im Hörer erzeugt er so eine Art eigen zu gestaltendes Kopfkino.“ Der Musikblog

„..Erics Zweit-Scheibe greift nach den Sheriff-Sternen. .. Für Erics Soundklasse gibt’s noch kein Genre. Asphaltcowboy-Bluesgras? Ironic Sepia-Folk? Tramphelfer-Kraut?” Munich Globe Bloggers

“Mit spannenden Geschichten über Gott, Teufel und die Welt ist der versierte Storyteller Pfeil voll in seinem Element und singt wunderbar pointiert. Schon im Opener Der depressive Detektiv schafft es Eric Pfeil, eine bedrückende Intimität aufzubauen, der man sich nicht entziehen kann und das gilt auch für alle 15 Stücke dieses bemerkenswerten Albums. Egal, ob es sich um Flüsse handelt, die eigentlich nur Bäche sind oder um Marzipan aus Michigan: Man glaubt dem Mann mit der Gitarre jedes Wort und hört gebannt zu, wenn er nach Rockmusik und Salz verlangt. Ein Album, das so schön ist, dass es weh tut.”  Alternativmusik.de

“So stellt man sich deutsches Singer-Songwritertum vor, vor allem für Erwachsene, die mehr Themen besungen wissen wollen, als es die Jungspunde so tun. Wäre das Album eine Landschaft, dann eine düstere Wüste, mit verlassenen Straßen und seltsamerweise in NRW angesiedelt. Eine Komplett-Coverversion durch Calexico steht also nichts mehr im Wege. Vor allem von diesem Überhit „Margaret Lee“ wünscht man sich noch mindestens eine italienische, französische und englische Version, Hammer-Song, zeitlos und ergreifend…Also, wem das Debut gefallen hat, der wird von diesem Album begeistert sein.“ Schnüss

„Die nackte Seele des Eric Pfeil. Im Gegensatz zum Debut lässt Pfeil hier meist nur die Gitarre und Bass und zielgenau Ausgewähltes – mal Piano, mal Handclaps, mal Schellenkranz – und seine Stimme sprechen. Diese ist noch mehr gereift auf diesem Album, trägt nun die gesungenen Wörter mit Stärke und hat an manchen Stellen eine leichte Heiserkeit, die vom Fortgang des Lebens erzählen. .. Zum Schluss noch dieses: Wenn Basslinien verschmitzt‘ sein können, sind sie es die hier.“ Ultimo

Eric Pfeil geht ab Ende Mai 2015 mit dem kleinsten Tourbus Deutschlands auf Release-Tour:

29.05. Köln, King Georg
06.06. Berlin, Ramones Museum
10.06. Düsseldorf, Brause
16.06. München, Südstadt
18.06. Bielefeld, Plan B
19.06. Haldern, Haldern Pop-Bar
20.06. Karlsruhe, Jubez
21.11. Erlangen, E-Werk

Pfeils Shows sind eine Mischung aus anrührenden Schrammel-Kunstwerken, wildem Pop-Dadaismus, gelesenen Lebensweisheiten aus der großen Welt des Pop und was sich so dafür hält und abgründig lustigem Einzelgänger-Entertainment.

Hier der Tour-Teaser “Wir müssen nur so tun als wären wir frei”:

 

Presse zum ersten PFEIL-Album
„Ich hab mir noch nie viel aus dem Tag gemacht“:

„..Pfeil hat ein Herz aus Pop, er kennt die schönen Wörter und der Soul fließt durch seine Finger. (…) eine idealere Sommerplatte scheint gar nicht möglich.” taz

“Es gibt keine Platte, die ich in diesem Jahr lieber und häufiger gehört habe.“ Kölner Stadtanzeiger

“Ich bin berührt, habe mehrfach genickt und geschmunzelt, ja sogar geschunkelt und das intensive Verlangen nach dem Streicheln abendlich nachwärmender alter Südlandgemäuer verspürt.” SPEX

„..Doch immer wieder hört es sich auch an, als hätte ihn das Leben mit vielen Wassern gewaschen, mit etwas Teer übergossen, mit einigen Federn beworfen; seitdem hat er die Ruhe weg.“ FAZ

“Eric Pfeils Platte schafft mit Worten und Musik eine Leichtigkeit in Traurigkeit, die ich in deutscher Sprache noch  nie so erlebt habe. Sie sehen mich beeindruckt…“ Thees Uhlmann

„.. ist eine der besten Platten dieses Jahres. Und sie ist eine Überraschung.” Welt am Sonntag

“…melancholische und komische, eigenwillige, tiefe und sehr schöne Lieder.” Bayerischer Rundfunk