Beyond Addis

BEYOND ADDIS
Contemporary Jazz & Funk inspired by Ethiopian Sounds from the 70`s
Compiled by JJ Whitefield
TRIKONT CD + 2LP US-0452
Mit: Akalé Wubé / Paris. The Heliocentrics / London. Imperial Tiger Orchestra / Schweiz. Budos Band / USA. Shawn Lee’s Ping Pong Orchestra / London. Woima Collective / Berlin. Les Frères Smith / Paris. Karl Hector & The Malcouns / München. Zafari / USA. Whitefield Brothers / München. Transgressors / Kolumbien-München. Tezeta Band / USA. The Shaolin Afronauts / Australien. Debo Band / USA.

„Die Kompassnadeln richten sich mal wieder auf Afrika, aber nicht auf dessen gut erforschte anglo- und frankophone Musikszene, sondern auf eine Ethiojazz getaufte äthiopische Soul-Spielart, die erst 2004 durch den Soundtrack von Jim Jarmuschs Film „Broken Flowers“ ein westliches Publikum erreichte.“
Die Zeit, Jonathan Fischer

Die Zeit von 1969 bis 1974 war in Äthiopien  musikalisch äußerst intensiv, kreativ und reichhaltig. In diesen wenigen Jahren existierten neben- und miteinander sowohl Soul und Funk, als auch Jazz und Fusion. Das klingt jetzt so, als hätten sich die Musiker einfach nur der westlichen Musik bedient, aber genau das ist nicht passiert. Es wurde nicht kopiert, es wurde auch nicht das Eine auf das Andere gesetzt.

„Es schien eher darum zu gehen, dem reichen Schatz äthiopischer Musik, ihren Skalen und Gesangstilistiken durch die Bereitstellung neuer musikalischer Umgebungen zu Diensten zu sein.“ Detlef Diederichsen in der TAZ

Der große Meister dieses revolutionären Mixes war zweifelsohne Mulatu Astatke. Legendär sein Treffen mit Duke Ellington, der 1972 nach Addis Abeba kam um sich dort äthiopische Musik in Jazz-Arrangements übersetzen zu lassen. „Duke hörte mir gespannt zu“ erinnert sich Mulatu, dann sagte er: „Mulatu, ich hätte nie gedacht, so etwas in Afrika anzutreffen“. Wobei Jazz und äthiopische Musik vieles verbindet – „von der Polyrhythmik bis zu den besonderen Intervallen der Skalen.“ JJ Whitefield

„Die Kompositionen klingen warm, vertraut, als hätte man sie immer schon gekannt, und zugleich wirken sie fremdartig, ja mysteriös. Eine faszinierende Melange, weit vor dem Stilmix unserer Tage, eine historische Avantgarde, die nach vier Jahrzehnten aktuell und zeitlos erscheint.“  Die Zeit

Der französische Musik-Archäologe und Journalist Francis Falceto begann bereits Mitte der 90er Jahre mit der Wiederveröffentlichung äthiopischer Musik der 60er und 70er Jahre auf CD. In der von ihm herausgegebenen Reihe „Ethiopiques“ sind mittlerweile ca. 30 CDs erschienen. Eine große Entdeckung und Inspiration für viele junge Musiker, die sich dann auf die Suche nach den schon seit 1978 nicht mehr produzierten Original-Schallplatten machten. „Als Mulatu Astatke nach jahrzehntelanger Pause in London auftrat, interessierten sich sofort junge Hip-Hop-Produzenten für seine Musik und „The Heliocentrics“ sorgten mit ihrem 2009 erschienenen Album „Inspiration/Information“ dafür, dass der große Meister des Ehtio-Jazz und seine geniale Musik ein neues Publikum erobern konnte.

„Mulatu Astatke kombinierte seine äthiopisch geprägte Musikalität mit europäischen Instrumenten und Noten. Er probierte es mit Trompete, Klarinette und Klavier, später machte er das in seiner Heimat unbekannte Vibrafon zu seinem Instrument. Weich und schwebend spielt er, im Dazwischen der Kulturen, vollkommen unaufgeregt.“
Die Zeit

Beyond Addis versammelt auf dieser Compilation viele der besten Bands und Musiken von Paris bis London, und von Genf über New York nach München, alle inspiriert from the Ethio Jazz Sound of Swinging Addis.

BEYOND ADDIS

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PRESSEZITATE:

„Der erste kleine Hype begann mit der Reihe „Ethiopiques“ 1998, dann wurde die betörende Musik von Mulatu Astatke durch den Jarmusch-Film „Broken Flowers“ über Insiderkreise hinaus bekannt. „Wenn du mich nach der Rezeptur fragst, dann sage ich: fünf gegen zwölf! Das ist die Basis. Die äthiopischen Fünftonskalen treffen auf die zwölf Halbtöne des westlichen Systems. Aber das muss vorsichtig geschehen, keines darf das andere dominieren“, verriet Astatke in einem Interview. Zahllose junge Bands arbeiten inzwischen auf der Basis von Astatkes Sound. Zeit für eine Übersicht also. JJ Whitefild dokumentiert Beispiele aus Europa und den USA. Der Gitarrist kennt sich aus, denn der Mitbegründer der Poets Of Rhythm ist selbst in verschiedenen Formationen unterwegs…Durch die hypnotischen Grooves sorgt das Album für Dauerrotation.“ Jazzthing

 

„..In Paris, London und New York finden sich heute Bands, die diesem zauberhaften, betörend fremdartigen und doch vertraut klingenden Sound huldigen. Orte und Zeiten verschwimmen, wenn sich funky Bläser, Wah-Wah-Gitarren, psychedelische Orgeln und entrückte Saxofon im entspannten Orien-Groove wiegen.“ TAZ

 

„..Auf der vorliegenden Compilation von JJ Whitefield spielen Bands aus Europa und den USA Songs, inspiriert von den Sounds und vor allem den Feelings aus Äthiopien. Und so klingen die Tracks auch, irgendwie anders jazzig, aber mit jeder Menge Stimmung und Wärme, komplex, aber dennoch einfach und menschlich.“ Szene Augsburg

 

„..Vierzehn Bands aus Europa, den USA, Australien und Lateinamerika, die sich den verschleppten Grooves und schwerblütigen Melodien, den schmetternden Bläsern und jaulenden Orgelklängen des Ethiojazz verschrieben haben. Das gelingt ihnen auf verblüffend hohem Niveau, respektvoll, aber gleichzeitig neue Elemente einbringend. Die äthiopische Fusionsmusik, die im „Swinging Addis“ zwischen zwei Diktaturen die Clubs zum Kochen brachte, ist nach wie vor einfach wunderbar, ob im Original oder in der Kopie.“ Loop – Zürich

 

„“..Ethiojazz, gespielt von ganz jungen Bands mit ihrer Musik der letzten Jahre, den gibt es auf diesem wundervollen neuen Sampler „Beyond Addis“ zu hören – ein junger Blick auf eine alte Musik. All diese Bands eint die große Verehrung für den getragenen, schwülen Sound des äthiopischen Jazz, den sie authentisch spielen. Aber sie spielen ihn nicht nur im Sinne von Mulatu Astatke nach – er wird bereichert und bearbeitet mit Funk und Jazz und bekommt mit Hammondorgel oder großen Bläser-Arrangements einen zeitgenössischen Anstricht.“ Deutschlandradio-Kultur

 

„Weit weg von Addis Abeba kommt da ein mystisch-groovender Sound auf uns zu, den es zu entdecken gilt.“  MZ-Regensburg

 

„Hätte ich eine Kaffeebar, würde dort den ganzen Tag der Sampler „Beyond Addis“ laufen – so positiv klingt die Musik, die mich sofort in die Klischeefalle tappen lässt: fröhlich, optimistisch und rhythmusbetont sei afrikanische Musik, immer heiter, immer happy. Dass das keineswegs immer zutrifft ist eine Binse, die an dieser Stelle nicht weiter geflochten werden kann. Die genannte Compilation allerdings ist mal wieder ein ganz besonderes Schätzchen aus dem Hause Trikont.

Vierzehn zeitgenössische Acts, die auf individuelle Weise typische Addis-Elemente einsetzen: Trompete, Klarinette, Klavier, Vibraphon und die charakteristische, orientalisch angehauchte Rhythmik äthiopischer Musik, die eine sanfte Schwermut hervorbringt und doch insgesamt optimistisch wirkt, siehe oben.“ Christinamorblog

 

„..zu hören  gibt es 14 Bands von New York bis München, deren Sound aus dem Geist des „Swinging Addis“ schöpft. Sie pirschen sich aus unterschiedlichsten Ecken an den Stil der westafrikanischen 70-er heran. ..“Beyond Addis“ führt den Hörer zurück zum musikalischen Erbgut Äthiopiens, das auch nach 14 Songs noch lange nicht den Reiz des Geheimnisvollen verloren hat. Trikont fängt die Fata Morgana des Ethio-Jazz ein und gibt einen spannenden Einblick in das Wirken Astatkes auf den modernen Funk, Jazz und Soul in der westlichen Hemisphäre.“ Lichtung

 

„Wer sich den ersten Track dieser CD anhört, ohne das Booklet vorher durchzublättern, wird sich verwundert die Augen bzw. die Ohren reiben. In welcher Zeit, in welchem Raum ist man hier gelandet? ..Was als Compilation gedacht war, entpuppt sich als geerdeter Rundumschlag in Sachen Funk.“ Fono Forum

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TAZ – Die Tageszeitung – 17/18.5

Orte und Zeiten verschwimmen, wenn sich funky Bläser, Wah-Wah-Gitarren, psychedelische Orgeln und entrückte Saxofone im entspannten Orient-Groove wiegen.

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FONO FORUM – 07.14
“Der Sound der Schlangenbeschwörer”

Mit „Beyond Addis“ legt der Münchner Gitarrist Jan Weissenfeldt eine Compilation
der besonderen Art vor: Erstmals erscheint ein Querschnitt durch die Welt des Ethiojazz, des äthiopisch-amerikanischen Jazz. Mirjam Schadendorf hat mit dem Künstler gesprochen und versucht, die komplizierte Geschichte dieser Musik zu verstehen.


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