Peter Jacobi – I could cry vor lauta bluus…

Endlich wieder da, für Fans und Neueinsteiger !
Wiederauflage auf CD nach 34 Jahren – die erste in einem deutschen (bayerischen) Dialekt gesungene Blues-Rockscheibe. Eingespielt mit Willy Michl und dessen Band “Blues & Ballads”.

»An Ehrlichkeit kaum zu überbieten und noch dazu musikalisch erstklassig.«
TIP, Berlin 1974

»Die deutschen Rocker kommen! Peter Jacobi ist eine Sensation, die bestimmt nicht lange geheim bleibt«
Konkret ’74

»Die Rebellion des Körpers gegen das, was man in den “Wiederaufbau”-Jahren unter Bildung und Bewusstsein verstand war sicher keine politische,aber sie half mit eine politische Revolte vorzubereiten. Für die neuen Bedürfnisse aber,die die Rock-Musik zum Ausdruck bringt, gab es hier keine in der eigenen Musiktradition verwurzelte Ausdrucksform. Gute fünfzehn Jahre hat es gedauert, bis deutsche Rock-Musiker sich trauten, Texte in ihrer Sprache zu der importierten Musik zu singen. Die das Vorurteil widerlegt haben, bei uns gäbe es nur die Alternative zwischen der Schnulze und dem Darmsaiten-Agitprop. Einige Musiker können durch Unterlaufen der deutschen Hochsprache den Abstand zwischen ihrer eigenen Erfahrung und der fremden Musik überwinden. Historisch ist der Blues ein Ausdrucksmittel der Unterpriviligierten gewesen, die ihre Empfindungen und Erfahrungen ja auch nicht im Oxford-Englisch beschrieben haben. Schon im Titel seiner LP macht Jacobi klar, dass er, wenn überhaupt, auch Englisch auf Bayrisch singt. Im “Müllmensch-Blues”, in dem etliche Phrasen mit deutschem Text montiert sind, scheint er sich zunächst nur über das Sprachproblem lustig zu machen. Sieht man genauer hin, so bleibt eine bittere Anklage darüber, dass einer, der schon in der Schule der Letzte war, es dann später nur mit Abfall zu tun hat. Was immer ein Plattenproduzent oder ein Fernsehdirektor von den Texten von Peter Jacobi oder von Ton Steine Scherben halten mag – feststeht, dass sie in Deutschland zu den besten Rockmusikern gehören.«
Peter Schneider u. Gottfried Schmitt, Konkret ’74