In Prison – Afroamerican Prison Music from Blues to HipHop

“Wenn eine Nation darüber definiert wird, was sie produziert, dann sind die Vereinigten Staaten eine Gefängnisnation geworden.” Alan Elsner

Kein Land der Welt sperrt mehr seiner Einwohner hinter Gitter, als die Vereinigten Staaten von Amerika. Von den über 2 Millionen Gefangenen sind wiederum beinahe die Hälfte Afroamerikaner – was ungefähr dem vierfachen ihres prozentualen Bevölkerungsanteils entspricht. Jeder achte afroamerikanische Mann zwischen 20 und 35 sitzt in einer Gefängniszelle: Ein Umstand, der gravierende Auswirkungen auf die afroamerikanische Gesellschaft und Kultur hat. Und nicht zuletzt auf die Themen ihrer Musik. Wenn Angela Davis eine geschichtliche Linie von der Sklaverei zum amerikanischen Justiz- und Gefängnissystem der Gegenwart zieht, dann spiegelt sich die Erfahrung der Entmündigung und Diskriminierung einerseits und des trotzigen Widerstands und Überlebenswillen andererseits schon immer in der schwarzen Populärmusik.
Von den Worksongs der Chain Gangs über die Lamentos einsitzender Bluesmänner wie Robert Pete Williams über den Knast-Soul der Escorts bis zu den wütenden HipHop-Anklagen von Tupac Shakur (“16 on Death Row”), Brand Nubian (“Criminal Minded”), oder K-Solo (“Premonition Of A Black Prisoner”).

 

 

“The German company Trikont has for several years now assumed the mantle of the world’s leading archivist label… All killer, no filler, quite literally in this case.”
The Independent / London / oct 2006

“We can always rely on the Trikont label for irresistable themed compilation!”
Andy Kershaw (BBC Radio 3) in his radioshow on 24th Sep 2006

 

 

Zusammengestellt, kommentiert und herausgegeben von: Jonathan Fischer