Borsh Division – Future Sound Of Ukraine

EthnoChaos, MaidanReggae, Ukrobilly & OstBalkan Punk compiled by Yuriy Gurzhy
TRIKONT CD US-04578 – VÖ: 01.04.2016

“das Ukrainer-Album ist ganz toll . ein Abenteuer. wahrscheinlich sogar für die, die eine Ahnung haben… vielen dank.” Franz Dobler

Mit: Dakha Brakha /Gutsul Calipso / Kozak System & Taras Chubay / Zhadan & Sobaki /  Julian Kytasty & Michael Alpert / 5nizza / Ruki`v Bryuki / Mariana Sadovska / Vivienne Mort / Hycz Orkestr / Perkalaba / Raggasapiens / OMFO / MaMa Diaspora vs. Ruslana Khazipova / Yuriy Gurzhy & Uros Petkovic.

Yuriy Gurzhy ist Sänger der Band Rotfront, DJ und Herausgeber einiger, bereits jetzt legendärer CDs: „Revolutiondisco“ und „Shtetl Superstars“ und gemeinsam mit Wladimir Kaminer „Russendisko-Hits“ und „Russensoul“. Nun also „Borsh Division – Future Sound of Ukraine“ Gurzhy versammelt hier die Beats seiner Heimat – zeitgleich startet er seine neue
Party-Reihe, „Born in UA“.

Borsh, Borscht oder Borschtsch, eine Rote-Beete-Suppe als CD-Titel? Ja, denn diese Suppe, so sagt Yuriy Gurzhy, ist ein sehr typisches ukrainisches Essen. Natürlich nicht nur in der Ukraine, deshalb könnte der Untertitel auch so klingen: Borsh – viele Regionen, eine Suppe. Yuriy Gurzhy formuliert das so: „Mein Konzept dahinter ist vor allem, dass es in diesen schwierigen ukrainischen Zeiten wichtig ist, sich auf das zu konzentrieren, was nach wie vor alle verbindet.“

Gurzhy kam 1995 mit seiner Familie aus der Ukraine nach Berlin. Vier Jahre später bereits veranstaltet er mit seinem Freund, dem Schriftsteller aus Moskau, Wladimir Kaminer die erste „Russendisko“. Die wilde Partyreihe im Kaffee Burger mit Turbopolka, KlezmerPunk und Wodka wurde im Laufe der Jahre immer populärer, Gurzhy und Kaminer auch. Damals, so erzählt Gurzhy, habe er neben russischen, weissrussischen, moldawischen und jüdischen auch ukrainische Songs aufgelegt – die wenigsten haben einen Unterschied erkannt.
„Alle waren entspannt, es gab keinen Widerspruch“.
Vor zwei Jahren allerdings, als die Nachrichten aus der Ukraine immer schrecklicher wurden, seine Freunde auf dem Maidan für die Freiheit in der Ukraine und deren Unabhängigkeit demonstrierten, viele davon verletzt und verprügelt wurden, Tote zu beklagen waren, entschloss Yuriy Gurzhy sich, seine musikalischen Fokus zu verändern. Er wollte nicht nur zurück zu seinen musikalischen Wurzeln, er wollte auch festhalten, wie die Musik hier und heute in der Ukraine klingt.
Bei allem, was passiert ist, bei all den Unabwägbarkeiten und Schrecklichkeiten in der Entwicklung dieses Landes, Wladimir Kaminer bringt es in seinem Vorwort zur CD auf den Punkt:

„..Diese gute Musik, die die neue Ukraine macht, und die mein Freund Yuriy Gurzhy jetzt auf dieser CD versammelt: Sie hat ganz neue Töne. Hören Sie den Sound der ukrainischen Revolution – der neue Sound Europas.“

 

N O C H   M E H R   I N F O S   H I E R

Pressestimmen


4 Sterne im STERN für BORSH DIVISION:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Feuilleton der Jungen Welt über Borsh Division

Borsh Division in der WE-Beilage der Mittelbairischen Zeitung:

Mit Maidan-Reggae und Ukrobilly gegen Gewalt

 

„Das Ukrainer-Album ist ganz toll . Ein Abenteuer. Wahrscheinlich sogar für die, die eine Ahnung haben… vielen Dank.“  Franz Dobler

„Bald zweieinhalb Jahre sind die Maidan-Demonstrationen in der Ukraine her. Im Dezember 2013 ging es los, im Januar 2014 wurden die Proteste und die Auseinandersetzungen mit der Polizei schärfer – und blutig. Am 22. Februar 2014 wurde der damalige Präsident Viktor Janukowitsch abgesetzt.  Damals reiste der in Berlin lebende und in der Ukraine geborene Musiker und “Russendisko”-DJ Yuriy Gurzhy in das Land. Seine Compilation „Borsh Division – Future Sound of Ukraine“ enthält Musik, die auf den Bühnen des Maidan gespielt wurde, einige der Musiker und Bands, die auf der Compilation zu finden sind, lernte Gurzhy auf dem Maidan kennen.“

 

Yuriy Gurzhy im Deutschlandfunk-Corso im Gespräch mit Thekla Jahn: http://www.deutschlandfunk.de/neues-album-von-dj-yuriy-gurzhy-borsh-division-future-sound.807.de.html?dram

„..”Born in UA” – das ist nicht etwa ein Bruce Springsteen-Hit mit Rechtschreibfehler, sondern der Name einer neuen Berliner Partyreihe von Yuriy Gurzhy mit Musik aus der Ukraine. Der Musiker und DJ kam vor über zehn Jahren mit seiner Familie aus der Ukraine nach Berlin und ist seit Jahren Mitglied der “Russendisko-Clique” um Wladimir Kaminer. Bereits an den Russendisko-Abenden legten Gurzhy und Kaminer immer wieder auch Musik jener Bands auf, die vor zwei Jahren bei den Protesten auf dem Maidan für Freiheit und Unabhängigkeit demonstrierten und Konzerte spielten.  Gurzhy spricht von einem ukrainischen Woodstock, dessen Stimmung er nun auch auf der Compilation “Borsh Division” einzufangen versucht. Gurzhy versammelt die Beats seiner Heimat, Musik, die die neue Ukraine (aus)macht: Ethno-Chaos von Bands wie “DakhaBrakha”, Maidan-Reggae von “5Nizza”, Ukrobilly-Musik oder Ostbalkan-Punk. Bei so viel stilistischer Vielfalt erscheint der Titel der Compilation nahezu perfekt gewählt: “Borsh Division “– Borschtsch, die traditionelle Rote Bete-Suppe aus der Ukraine. Man könnte auch sagen: Borsh = viele Regionen, eine Suppe. Yuriy Gurzhy: “Mein Konzept dahinter ist vor allem, dass es in diesen schwierigen ukrainischen Zeiten wichtig ist, sich auf das zu konzentrieren, was nach wie vor alle verbindet.”
Tobias Ruhland im Bayerischen Rundfunk, Bayern 2: http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/kulturwelt/borsh-division-future-sound-of-ukraine-100.html

“Die Revolution in der Ukraine ist schon ein paar Jahre her: Zu Tausenden versammelten sich im Winter 2013/14 die Menschen auf dem Maidan Platz in Kiew, um gegen die antieuropäische Haltung ihrer damaligen Regierung zu demonstrieren. ..Nun hat diese Revolution einen amtlichen, tanzbaren und beeindruckenden Soundtrack bekommen…“ Deutschlandradio

“…Der Musiker Yuriy Gurzhy ist vor 20 Jahren von Charkiw nach Berlin gezogen und wo er auftritt oder auflegt, geht es ausgelassen zu. Die Kämpfe in seiner Heimat aber machen auch ihn fassungslos; mit der Zusammenstellung „Borsh Division“ will er zeigen, dass wenigstens die Musik noch den Osten und den Westen der Ukraine zusammenhalten kann: Klezmer und Folk, Reggae und Rock’n Roll. Das klingt oft wehmütig, doch mit dem letzten Song „Born in UA“ singt Gurzhy hoffnungsvoll der Zukunft entgegen.“ - STERN

„Der Name der umtriebigen Kompilation ist Programm: Wie das ukrainische Nationalgericht Borsh ist auch die „Borsh Disvision“ ein wildes, mitunter wüstes, für unsere Gaumen – Ohren – fast exotisch wirkendes Sammelsurium aus dem Partylastigsten, Augenzwinkerndsten, Clubtauglichstem, Tanzbarstem und Zeitgeistlichstem, was die ukrainische Musiklandschaft zu bieten hat. Compiler Yuriy Gurzhy  macht auf „Borsh Division“ keine Gefangenen und schlägt einem hier 16 energische Titel lang alles erdenklich unprätentiöse, feiste, schmalzige und nicht immer ganz ernst gemeinte um die Ohren – Sounds, die mal Reggae oder Ska bedienen, stets Rock als Zutat haben, Polka, Balkan Beat, Electronica, Soul und Funk oder ukrainisches Pop-Verständnis anliefern.“  Plärrer-Nürnberg

„Auf „Borsh Division“ versammelt Yuriy Gurzhy, bekannt geworden durch die Russendisko-, Revolution Disco- und Shtetl-Compilations, den „Future Sound of Ukraine“. Das wird hier Ethno-Chaos, Maidan-Reggae, Ukrobilly und OstBalkan Punk genannt. Ganz klarer Heimvorteil bei all den munteren Präfixen ist der folkloristische Gesang. Überhaupt freut man sich bei einer solchen Zusammenstellung natürlich vor allem über das Fremde..“ Trailer

„Diese von Rotfront-Sänger Yuriy Gurzhy  kompilierte CD widmet sich dem “Future Sound Of Ukraine” und startet gleich mit einem der größten UA-Exportschlager: DakhaBrakha verbreiten ihren “Karpatskyi rep” in bester “Ethno-Chaos”-Manier. Danach kommen 6/7 von Haydamaky als Kozak System, ein einfühlsames jiddisch gesungenes Stück von Micheal Alpert & Julian Kytasty, traditionelle Hochzeitsmusik aus dem rumänischen Grenzgebiet von der Hudaki Village Band, Elektrisches von Raggasapiens (hier finden Offbeats aus dem Balkan zu solchen aus der Raggamuffin-Ecke) und und und (ich vermisse zwar die FolkPopGrazien von Astarta, aber darüber kann man streiten wie über das wahre Borschtsch-Rezept). Im Booklet werden nach einer politisch klaren (wenn auch im Detail diskutablen) Einführung von Herrn Kaminer die Beteiligten in bester Trikont-Tradition recht ausführlich vorgestellt. Dass der Osten bunt ist, wissen wir schon länger, lassen uns aber von diesen 16 Stücken nur zu gern in dieser Meinung bestätigen.“ Westzeit

„Ob man nun Rote Beete in Form von Borsch oder Borschtsch mag oder nicht, ist natürlich Geschmacksache. Aber die Annahme liegt nahe, dass Leute, die dieses osteuropäische Suppengericht als Leckerei betrachten, zum Verzehr desselben viel Spaß an der neuen Trikont-CD haben dürften, die sich nun speziell der ukrainischen Variante widmet. Die wiederum wurde verstärkt in den Wintermonaten 2013/2014 auf dem Kiewer Maidan ausgegeben, damit die Protestbewegung was zum Kauen und zum Schlucken hat. „Borsh Division“ ist also nicht nur eine Art Soundtrack dieser Geschehnisse, sondern gleichzeitig auch ein überaus aufschlussreicher Querschnitt durch die derzeitige alternative Musikszene der Ukraine. So schließt sich der Kreis.
Als Kenner der Osteuropa-Szene und als gebürtiger Ukrainer war der in Berlin ansässige Rotfront-Musiker und DJ Yuriy Gurzhy natürlich DER Mann, eine solche Compilation fachkundig zusammenzustellen. Und er hat dies mit einem untrüglichen Gespür für unterschiedliche Strömungen und Genres getan. Das Spektrum reicht von Folk bis Punk, von Klezmer bis Jazz, von Lwiw im Westen bis Odessa im Süden…Bands und Musiker haben eines gemeinsam: sie vertreten die Freidenker in der Ukraine, die ansonsten von Korruption und alten KGB-Kadern durchsetzt ist. Ihre Musik ist ein Anrennen gegen die unfähige Obrigkeit. Daher ist der Untertitel der CD sehr wohl gerechtfertigt: Es ist der „Future Sound of Ukraine“. – Sound & Images

„..zeigt, woher die Songs, aber auch und vor allen Dingen die Inspiration für Mastermind Yuriy Gurzhy stammt, einen ungemein unterhaltsamen, feist Hakenschlagenden Über-Sampler wie „Borsh Division – „Future Sound of Ukraine“ aus dem Boden zu stampfen, eine Beschreibung übrigens, die auch auf das Songgefühl des Samplers zutrifft. Die Künstler, allesamt hierzulande praktisch unbeschriebene Blätter wie Gutsul Calipso, Vivienne Mort, OMFO, Raggasapiens, die Hudaki Village Band, Zhadan & Sobaki, Perkalaba oder 5nizza, um nur einige zu nennen, geben dabei ihr bestes, den Zeitgeist des ukrainischen Protestpunks zu vermitteln und landen punktgenau in herrlich unaufgeräumtem musikalischen Allerlei – eben genau das, was die so oft zitierte Borsh mit all seinen Rote Bete-gefärbten Herrlichkeiten aufzufahren hat – coole Sache. Das wie üblich bei den Veröffentlichungen des Münchener Trikont-Labels überaus üppig bestückte und wertige Äußere des Albums kommt samt dickem Booklet, welches den kulturellen Querschnitt der Kompilation und die Beweggründe dahinter noch einmal aufschlüsselt und jede Band en Detail vorstellt – so sollte es sein.“ – Soultrain

 


„Born in UA“-Termine:

08.04.2016 – Berlin / Musik und Frieden
09.04.2016 – Köln / Stadtgarten
27.04. – 05.05.2016 – Tokio / Osaka / Toyama
13.05.2016 – Berlin / Musik und Frieden
11.06.2016 – Hamburg / TangoChocolate-ArtMaidan

https://www.facebook.com/BornInUA

 

 

 

Bisher bei Trikont erschienen:

Russendisko. Hits.
Compiled by Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy. 2003
Russensoul. Soulfool grooves from RussenDisko-Berlin.
Compiled by Wladimir Kaminer und Yuriy Gurzhy. 2004
Shtetl Superstars. Funky Jewish Sounds From Around The World.
Compiled by Lemez Lovas und Yuriy Gurzhy. 2006
Revolution Disco.
Compiled by Yuriy Gurzhy. 2010.

 

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