“Songs of Gastarbeiter” auf SpiegelOnline

“Songs of Gastarbeiter”
Mir sagen Leute, du nix Knoblauch heute!
Von Christoph Twickel / 23. Nov. 2013, 12:00 Uhr / Spiegel Kultur

Deutschland entdeckt den Sound seiner Arbeitsmigranten: Auf “Songs of Gastarbeiter” besingen türkische Deutschländer die Knoblauch-Klischees und den Fließband-Akkord der Sechziger und Siebziger. Auf “Heimatlieder aus Deutschland” beschwören migrantische Chöre ein imaginäres Zuhause.

Das waren noch Zeiten: Als man in deutschen Unterhaltungstalkshows wie “Bios Bahnhof” noch türkische Familien einlud, um mit ihnen darüber zu plaudern, ob sie eher zurück in die Türkei gehen oder sich lieber integrieren wollten. “Wenn wir uns total anpassen und voll integrieren würden, würden wir unsere eigene Identität verlieren, und das möchte ich nicht”, antwortet der 21-jährige Mahir Uslu in einer Sendung aus dem Jahre 1980. Alfred Biolek hakte nach: “Ist das der Grund, warum Sie und Ihr Bruder einen Schnurrbart tragen? Damit werden Sie doch sofort als Türke erkannt!”

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Compilation revive profile of Germany’s forgotten folk music

- Belated recognition for first guest-workers’ songs
- Project marks change in attitudes to immigration

The Guardian – London 26.10.2013

The song Deutsche Freunde (German Friends) by Ozan Ata Canani starts with a furious riff on the electric saz, a traditional Turkish string instrument. Its refrain, sung in German, is a quote by the Swiss writer Max Frisch, summing up the ambivalence with which German-speaking countries met Gastarbeiter, or guest workers, from southern Europe: “We asked for workers. We got human beings instead.”

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Melodien der Malocher

Ein Album gräbt die Lieder türkischer Gastarbeiter aus: Ein Treffen mit Sänger Riza Taner und Initiator Imran Ayata.

Der Tagesspiegel – Berlin 25.10.2013

Ein Liedtext als pampiger Dialog mit der deutschen Sprache? Wäre man so jetzt nicht drauf gekommen. Was Gurbetçi Riza da vor mehr als 30 Jahren in seinem schrillen Türkendisko-Song „Dır Dır“ singt, klingt eigentlich mehr wie ein Schlagabtausch eines Arbeiters mit dem Meister, auf dessen Gemoser er überhaupt keinen Bock mehr hat. So nach dem Motto „Laber’ du nur weiter, Alter, höre ich sowieso nicht drauf“. „Dır Dır“ heißt auf Türkisch nämlich so viel wie „Bla Bla“. Weiterlesen

Songs of Gastarbeiter – Vol. 1


Songs of Gastarbeiter Vol. 1

compiled by Imran Ayata & Bülent Kullukcu (AYKU)
TRIKONT CD US-0453 / Ab 25.10.2013 im Handel -
im Trikont Webshop ab sofort erhältlich

Mit: Ozan Ata Canani / Cem Karaca / Aşık Metin Türköz / Aşık Divane / Gülcan Opel / Selda / Mahmut Erdal / Zehra Sabah / Gurbetci Rıza / Yusuf / Ali Avaz / Derdiyoklar / Derdiyoklar / Yüksel Özkasap / BONUSTRACKS: Cem Karaca (AYKU Remix) /  Gurbetci Rıza (AYKU REMIX)

Der Berliner Autor Imran Ayata und Münchner Künstler Bülent Kullukcu wühlten in Archiven, durchforsteten Musiksammlungen ihrer Eltern und Bekannten, nervten Freunde und Fremde, um Songs der ersten Einwanderergeneration zu finden. Erstes Zwischenergebnis: Über hundert Lieder Made in Almanya, die von den ersten Jahrzehnten der Einwanderung in Deutschland handeln.

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Import Export A La Turka – Turkish Sounds from Germany

Mit:

Sender Freie Rakete / Fresh Familee / Volkanik Man / Hülya / Metin Candan / Aziza A. / Beser Sahin / Stoneheads / Aleksey feat. Ozan / Derya / Muri & Pegah Ferydoni Karagözlum / Nure & Nubun / The Immigrant Orchestra & Sema Mutlu / Muhabbet / Grup Ünlü / Sultan Tunc / Spark / M.E.S.S. Berlin aka DJ Ipek. Weiterlesen

Beyond Istanbul #2 – Urban Sounds Of Turkey

BEYOND ISTANBUL 2 featuring:

* Fairuz Derin Bulut & Ceza * BirKiÜc * Orientation Sema * Zafer Erdas * Sultan Tunc feat. Yuzzuf Kenan * DJ Ipek Ipekcioglu & Pasha vs. Baba Zula * Asik Veysel * Mira * Norrda * Camur * Burcu & Something about Reptiles * Osman Ismen Project * Kirika * Sevil Öztatli * Sultana * Gevende * Bajar * Weiterlesen

Beyond Istanbul – Underground Grooves of Turkey

“Nur wenige Menschen haben in Deutschland in den letzten Jahren einen vergleichbaren Beitrag dazu geleistet, fest gefügte Vorstellungen und Vorurteile ins Wanken zu bringen und zu zertrümmern wie DJ Ipek. Als Star der monatlichen “Gayhane”-Nächte im Club SO36 in Berlin-Kreuzberg hat sie echte musikalische Entwicklungshilfe geleistet. Wo sonst konnte man damit rechnen, Türken und Deutsche jeglicher Couleur und sexueller Orientierung zu später Stunde zu türkischen Volkstanz-Rhythmen Arm in Arm liegen zu sehen? Wer sonst verpasste seinem Publikum so manchen produktiven Kulturschock, indem er griechische, arabische, kurdische, türkische und andere Klänge wild durcheinander mischte, und technoide Disco-Tracks mit Orient-Schlagern oder anspruchsvollen Bauchtanz-Rhythmen kombinierte? DJ Ipek hat als Zeremonienmeisterin der transkulturellen Völkerverständigung Maßstäbe gesetzt. Wenn sie jetzt mit dieser Compilation einen Überblick über aktuelle Stimmungen, Strömungen und Sounds des türkischen Undergrounds gibt, kann man sich keine bessere Reiseführerin wünschen.”
Daniel Bax Weiterlesen