Nachrichten aus der Trikont-Familie: Gstanzln & eine Teilzeitrevue

Heute möchten wir mit Ihnen ein klein wenig über den Trikont-Tellerrand schauen und Ihnen Neuigkeiten von der Trikont-Family anbieten. Wir bleiben, wie Sie unschwer erkennen werden, natürlich doch ganz nah beim Thema. Denn wir haben diesmal Neues von Markus Binder und Hans-Peter Falkner. Sie kennen die beiden Österreicher wahrscheinlich als Duo unter dem Namen ATTWENGER.  Jetzt geht’s  erst mal um zwei Bücher, eine CD und ein exlusiv digitales Album.

Die CD erscheint bei fischrecords.at, das Buch beim Verlag Bibliothek der Provinz. Hans-Peter Falkner hat über die Jahre eine beeindruckende Sammlung von österreichischen Gstanzln zusammengetragen. Sie können sich entscheiden, ob Sie dabei lieber mitsingen, zuhören oder einfach nur das Gstanzl-Buch zur Hand nehmen wollen. Sie finden in Wort oder Ton unter anderem Zeilen wie diese:

„und a grü sitzt im gros / und pfeifft si grod wos / auf amoi is schtaad / schedl ogmaad.“

Um nun das Ganze auf die Spitze zu treiben liegt mir von H.P-Falkner die englische Übersetzung vor:

„in the grass sits a cricket / chirping for an oneway ticket / suddenly it doesn’t sing or say / head moved away“.

Es geht also um eine Grille die im Gras sitzt, so vor sich hin pfeifft, die plötzlich eintretende Stille erklärt sich kurz und knapp so: Kopf abgemäht.

„Ein Gstanzl kann die poetische Verdichtung schaffen: vom Bild zur Emotion zur Einsicht in das Wesen der Dinge. Das zeigt Falkner in Wort und Ton ganz vortrefflich.“ Süddeutsche Zeitung

 

Buch + CD im Shop

Nur CD

Erscheint  im Verbrecher-Verlag Berlin (Mehr Info: www.verbrecherverlag.de/book/detail/846).
Dieses Buch von Markus Binder widmet sich einem Paar und dessen Beobachtungen. Innerhalb von 36 Stunden fliegen diese beiden von Mexiko nach Europa, stehen am Flughafen, fahren mit dem Zug, ziehen in der Nacht durch die Klubs, erleben verschiedene Bands, gehen nach Hause, lieben sich und streiten sich und landen schließlich in der Schlafzimmerabteilung eines Möbelhauses. Binder und sein Verlag nennen das nonlineare Prosa:

 „Die Häuser an denen sie vorbeiratterten, sahen aus wie Ärsche, die sich zum großen Geschäft niedergesetzt hatten. Für immer.“

„So viele Leute, die wirkten, als würden sie sich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigen, nämlich so sehr, dass sie aussahen, als ob ihnen das nicht gut täte.“

Buch im Shop

10 der in den Text verwobenen Songtexte hat Binder ausgewählt und vertont. Konzentriert auf die Stimme und minimalistische elektronische Musik gibt es hier die Möglichkeit in das Buch hinein zuhören.