Isarmärchen: Coconami, Trikont und Co.

Ein schöner Artikel in der Welt:

Heimatabend

Tradition trifft Moderne: Münchner Volkssänger rocken wie vor 100 Jahren

Alte Lieder schreiben auf den Bühnen der Stadt neue Erfolgsgeschichten

Zuerst brummt es nur ab und zu aus einer Ecke der Gaststube. Der Mann mit dem stattlichen Bauch und dem vollen, dunklen Bart, der die Töne von sich gibt, blickt grübelnd drein und hält sich an einem Weißbierglas fest. Er lauscht dem Gesang von Norbert Heckner, sein Kopf wiegt leicht im Takt der Melodie des Akkordeons. Beim zweiten Refrain platzt es kraftvoll aus ihm heraus: “Ja i bin der Stolz von der Au,/ am Mariahilfplatz geborn/ die Madln die rennan weil’s mi alle kennan.” Zufrieden nimmt der Bärtige den ersten Schluck. Norbert Heckner nickt ihm von der Bühne des “OX im Schlachthof” aus zu. Fast zehn Jahre lang hat er “‘rumgetan”, wie er sagt, um Szenen wie diese von der Bühne aus beobachten zu können. Der Schauspieler und Sänger tourt seit 2008 mit Helmut Knesewitsch zu Kleinkunstbühnen in und um München und lässt eine alte Tradition wieder aufleben: die der Volkssänger.

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